Meine Leistungen als Beraterin sind förderfähig!


Damit Angehörige der freien Berufe sowie kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) sich in ihren strategischen Prozessen beraten lassen können, bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und der Europäischen Sozialfonds Plus Unterstützung. Ich habe mich beim zuständigen Bundesamt registriert, so können Sie Ihre Beratungen mit diesem Förderangebot teilfinanzieren.

In Berlin werden bis zu 50% der Kosten übernommen, fast überall in den neuen Bundesländern 80%. Wenn ich Ihr Büro also zu Fragen der strategischen Ausrichtung, ihrer kommunikativen Vorhaben oder zu mehr Nachhaltigkeit berate, können diese Beratungen gefördert werden. Die Beantragung ist nicht sehr aufwändig und ich kann Sie dabei unterstützen. Mehr Infos gibt es hier.

Mai, 2024


Nachhaltigkeitsmanagement - los gehts!


Die Bauwende kommt – ich wünschte, es ginge schneller, es ist so wichtig den Bausektor klimaentlastend umzubauen! Was sofort geht, die Büros und Organisationen auf einen nachhaltigen Kurs zu bringen.

Darum habe ich eine Ausbildung zur zertifizierten Nachhaltigkeitsmanagerin für die Baubranche abgeschlossen. Jetzt unterstütze ich Unternehmen dabei, eine gute Balance zwischen den ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen ihrer unternehmerischen Aktivitäten herzustellen.

Durch meine Strategiearbeit mit Architekturbüros und Organisationen der Baukultur bin ich bestens mit den fachlichen und betrieblichen Themen vertraut. Eine nachhaltige Betriebsführung ist für mich nur der konsequente Schritt, um Büros und Organisationen auf ein zukunftsfähiges Wirtschaften vorzubereiten.

Mit einer Nachhaltigkeitsstrategie legt jede:r den Beitrag fest, den sie oder er zur nachhaltigen Entwicklung leisten möchte. Das Wichtigste ist, mit der Veränderung anzufangen!

Januar, 2024


"Architektur braucht Sprache" Lehrauftrag BHT


Am Anfang waren die (gedachten) Wörter – auch die Architekturstudierenden an der BHT haben ihre Entwürfe zuerst im Kopf bevor sie auf analoges oder digitales Material bringen. Diese Wörter einzufangen ist der erste Schritt hin zu einer guten Kommunikation der eigenen Entwürfe. Die brauchen die angehenden Architekt:innen für deren Präsentation an der Uni, bei der Bauherrenschaft, auf dem Amt, in der öffentlichen Bürger:innenveranstaltung.

Ich freue mich, die Studierenden bei der Versprachlichung Ihrer Projekte begleiten zu dürfen. Wir brauchen ausdrucksstarke Planer:innen, die mit allen am konkreten Projekt beteiligten in ein produktives Gespräch kommen können. In den gegenwärtigen Transformationsprozessen, in denen Planung an vielen Stellen partizipativer und offener wird, geht es gar nicht mehr ohne eine geschulte und bewusste Kommunikationsfähigkeit. Architektur braucht Sprache, um ihre Inhalte und Werte zu vermitteln und um aus Nutzer:innen der gebauten Umwelt Verbündete für eine nachhaltige Baukultur zu machen

November, 2023


Modellverfahren Mäusebunker


In Berlin am Treptowkanal steht der Mäusebunker, die ehemalige Tierversuchsanstalt der Charitè. Ein Haus für eine spezielle Nutzung mit einer Architektur, die das zum Ausdruck bringt. Ein Bau, der alle fasziniert und großes Engagement zu seiner Rettung und Neunutzung ausgelöst hat. Landesdenkmalamt mit Senat für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und Charité haben ein transdisziplinäres Modellverfahren auf den Weg gebracht. In vier Workshops haben Menschen aus Wissenschaft, Denkmalschutz, Kunst, Kultur, Architektur, Politik und Verwaltung den zeitgemäßen Umgang mit dem Bau.Eine Mischnutzung aus Forschung, Kultur und nachbarschaftlichen Angeboten schien am sinnvollsten in civic-public Trägerschaft wäre ein Weg. Das Zusammenleben von Mensch und Natur wäre ein denkbares Oberthema. Mir war es eine Freude, diese wilde Mischung an Fachwissen und Interessen zu moderieren.

Februar, 2023


Neue Mitte Wittenberge


Die Stadt Wittenberge, in der Prignitz an der Elbe, ist um die vorletzte Jahrhundertwende so schnell gewachsen, dass sich kein organisches Stadtzentrum heraus gebildet hat. Damit es einen Ort gibt, an dem sich die Bürger:innen treffen können und den sie als Zentrum identifizieren, initiiert die Stadt ein Beteiligungsverfahren mit dem alle Bedarfe und Interessen der Bürger:innen eingesammelt werden. Rechtzeitig vor dem eigentlichen Planungsverfahren werden Alltagswissen und Fachexpertise zusammen gebracht. Zusammen mit FAKT Office for Architecture haben wir im Winter 2022/2023 drei Planungswerkstätten mit ausgewählten Vertreter:innen der Stadtgesellschaft realisiert. Alle Themen einer zukunftsfähigen, lebenswerten Stadt kamen auf die Arbeitstische. Es wurde diskutiert und um gemeinsame Konzepte gerungen. Das Ergebnis sind Leitlinien für die städtebauliche Planung und ein abgestimmter städtebaulicher Entwurf, auf den sich alle einigen konnten. In einer Bürgerveranstaltung wurden die Ergebnisse vorgestellt. Prozess, Leitlinien und Entwurf fanden die volle Unterstützung der 200 anwesenden Bürger:innen. Die Presse berichtete.

Januar, 2023


Mediation, es geht auch online!


Mit der Pandemie haben wir neue Erfahrungen gemacht, Mediation geht auch online! Dabei hat sich die online Mediation als gleichwertig mit der Mediation in Präsenz heraus gestellt. Die nonverbale Kommunikation ist online zwar eingeschränkt, dafür befördert das Setting in nach den gemachten Erfahrungen einen stärkeren Fokus auf die Lösungsorientierung. Die räumliche Distanz der Mediant:innen erlaubt manchmal eine Offenheit, die von Angesicht zu Angesicht gar nicht so leicht fällt.

April, 2022


Ausstellung "Berlins zentralen Freiraum gestalten"


Wie soll es denn hier aussehen? Was wollen wir hier machen und wie wollen wir uns und unsere Stadt hier zeigen? Im zentralen Raum zwischen Fernsehturm und Spreeufer, also, am Rathaus-Forum und Marx-Engels-Forum, ist Platz genug, Antworten auf diese Frage zu finden und zu realisieren.

Seit der Wende diskutiert die Stadtöffentlichkeit darüber, welches Selbstverständnis Berlin hier von sich zeigen will. Die Ausstellung vor dem Roten Rathaus informiert über die Geschichte des Ortes, die Debatten und Standpunkte der letzten 30 Jahre und über den Freiraumwettbewerb, mit dem 2021 nach den besten Lösungen für die neue Gestaltung dieses großen Raumes gesucht wird.

Idee, Konzept, Text und Bild: Veronika Brugger

Design: aufsiemitgebrüll

Architektur: DMSW architektur und landschaft

Juni, 2021


Die Ausstellung in der Stadtwerkstatt wächst weiter!


In der Stadtwerkstatt arbeiten Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung über drei Jahre von November 2018 bis Juni 2021 gemeinsam an der Gestaltung der Berliner Mitte. Mindestens dreißig Projekte im Planungsgebiet stehen zur Debatte. Auftraggeberin ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

Die Ausstellung der Stadtwerkstatt dokumentiert den Diskussions- und Arbeitsprozess, sie sammelt Ergebnisse, Argumente und Informationen. Die Ausstellung bringt Ordnung in den vielstimmigen Prozess und schafft einen Überblick. Sie dient als Wissensspeicher und Beteiligungstool für alle.

Die Ausstellung im Raum der Stadtwerkstatt, Karl-Liebknecht-Straße 11 in Berlin Mitte, ist während der Pandemie entsprechend der Regelungen zugänglich. Bitte informieren unter Telefon 030 54907708 über die Öffnungszeiten.

Idee, Konzept, Redaktion: Veronika Brugger
Design, Grafik: aufsiemitgebrüll
Partizipationsprozess: IPG Institut für partizipative Gestaltung

www.stadtwerkstatt.berlin

Juni, 2021


Prozessbegleitung


Immer öfter kommen Gruppen oder Teams auf mich zu, die mit ihrer Aufgabe nicht weiter kommen – ein Konflikt verlangt nach einer Lösung, eine neue Strategie muss entwickelt werden oder ein Thema bedarf einer Präzision. Mit meiner Begleitung soll ich den Arbeitsprozess wieder in Gang bringen und die Gruppe auf ihrem Weg zu neuen Lösungen führen. Solche Anfragen freuen mich jedes Mal, nicht nur, weil ich die Arbeit mit Gruppen liebe, sondern weil ich sicher bin, dass wir, um zukunftsfähige Antworten zu finden, immer öfter in Gemeinschaften an Lösungen arbeiten werden.

Meine Arbeit mit der Gruppe löst nach innen und außen Dynamiken aus, die mal stürmisch sind, mal sehr konzentriert. Ich beschreibe hier, was Sie erwarten können, wenn Sie mit mir arbeiten – natürlich hat jeder Fall eine Spezifik, die sich in der konkreten Prozessplanung niederschlägt. Manche Prozesse dauern einen Tag, andere erstrecken sich über einen wesentlich längeren Zeitraum.

Die Gruppe bespricht ihre Fragen und benennt ihr nächstes Ziel. Meine Aufgabe ist es, die Gespräche zu strukturieren und Themen und Anliegen in eine sinnvolle Ordnung zu bringen. Arbeitsmethoden, entsprechend der Entwicklungsphase der Gruppe, helfen, die Inhalte zu ergründen und sichtbar zu machen.
Die Gruppe löst ihre Konflikte. Als Mediatorin gebe ich den Rahmen für die Arbeit am Konflikt. Die Besprechung von Konflikten ist ein zentraler Schritt, die Arbeitsfähigkeit zurück zu gewinnen.
Die Gruppe setzt sich in Bewegung. Das Vertrauen ist gewachsen, Rollen und Beziehungen sind geklärt. Die Gruppe verlässt sich auf die Prozessbegleitung. Die Gruppe ist auf die Bearbeitung der akuten Fragestellung ausgerichtet.
Die Gruppe entwickelt Lösungswege. Mit Erfahrungswissen und auf Basis der Vorgespräche habe ich Methoden vorbereitet, die das Denken weiten und auch emotionale und intuitive Ressourcen ansprechen. Mit einer Abfolge verschiedener Arbeitsformen und sich verändernder Gesprächskonstellationen bringe ich schon in der Vorbereitung einen guten Rhythmus in den Prozess. Wenn die Arbeit dann im Fluss ist, gibt es immer auch etwas zu Lachen.
Die Gruppe entscheidet über die konkrete Umsetzung. Die Gruppe wählt eine Vorgehensweise aus. Dabei würdigt sie auch die Vorschläge, die weniger Unterstützung finden. Die Gruppe benennt die Aufgaben, verteilt die Arbeiten, setzt Termine und verabredet das Follow up.

Mehrwert Kommunikationskultur. Während meiner Arbeit sage ich, was ich tue und teile mein Wissen. Die Gruppe hat sich in einer anderen Art der Kommunikation erlebt. Das nimmt sie mit in ihren Alltag. Ist die Kommunikationskultur bereits Teil des Auftrags, ist sie sowieso der rote Faden im gemeinsamen Lernprozess.

August, 2017

 


Kunst im öffentlichen Raum, Rostock-Lichtenhagen 2017


„Das Sonnenblumenhaus“ – ein Name, der Erinnerungen und beklemmende Bilder wach ruft: hier fanden 1992 die Ausschreitungen gegen die Bewohner*innen der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber statt, die in der Wohnsiedlung untergebracht war. Das Relief mit den Sonnenblumen an der Stirnseite des Plattenbaus in Rostock-Lichtenhagen ist ein Bild im kollektiven Gedächtnis derer, die die Geschehnisse im August 1992 persönlich vor Ort oder via Fernsehbilder miterlebt haben. 25 Jahre nach den rassistischen Pogromen möchte die Stadt Rostock 2017 für Bürger*innen und Besucher*innen mit einem dezentralen Erinnerungskonzept im öffentlichen Raum „Anlass zur Erinnerung an das Pogrom bieten und zur Auseinandersetzung mit der eigenen Verantwortung motivieren.“[1] Elf Künstlerteams wurden zu einem Wettbewerb eingeladen.Der Künstler Stephan Kurr bat mich, mit ihm über die Idee seiner künstlerischen Arbeit nachzudenken und die geforderte Vermittlungsstrategie dafür zu entwickeln. Die künstlerische Entwurfsidee sieht vor, Duplikate der Fassadenplatten mit den Sonnenblumen in den Straßenbelag einzulassen. Die Fußgänger geraten auf ihrem Weg durch die Stadt auf diese „Reminder“ für ihre Assoziationen zu den Geschehnissen in 1992. Die Reaktionsmöglichkeiten auf den Straßenbelag sind so vielfältig wie die Menschen, die sie wahrnehmen – oder auch nicht wahrnehmen.

Auch die Vermittlung behält die beiläufige Alltäglichkeit der Situation bei. Neben dem veränderten Straßenbelag steht eine elektronische Stadtinformationseinheit. Das Medium gibt die aktuelle städtische Auseinandersetzung wieder. Wie bei einer Produktwerbung werden die Inhalte öfters erneuert, sind aktuell und zielen auf schnelle Wirkung ab. Hier finden die Bürger*innen ständig Hinweise auf Veranstaltungen und Schlaglichter aus dem öffentlichen Diskurs. In einem strukturierten Diskussionsprozess in den Netzwerken der Stadt werden Fragen, die in Rostock zum Themenfeld virulent sind, benannt und diskutiert. Diese Diskussionen schlagen sich auf der Stadtinformationseinheit nieder. Das bereits bestehende Archiv „Lichtenhagen im Gedächtnis“ bekommt mit den Modulen der Stadtinformation eine sichtbare Plattform für seine Vermittlungsarbeit.

Die Jury sprach sich dafür aus, den Beitrag von Artist Collective SCHAUM aus Rostock zu realisieren.

Projektteilnehmende:
Stephan Kurr, bildender Künstler
Gundula Avenarius, Kultur im Dialog
Veronika Brugger, Kommunikationsberatung, Architekturvermittlung, Museologie
de+ Architekten, Architektur


[1] Zitat Auslobungstext

Juni, 2017